egoss kreative welten
Wortmalerei & Farbpoesie

Texte 1b





Zaubertanz 
   

 

Mit mystischer Kraft

lebt der Gedankenflug

voll bunter, farbenprächtiger Melancholie

klingen in Herzen Zaubermelodien.

 

Harmonisch vereint

tanzen Mondfee und Feuervogel

ihr Pas des deux

auf glitzernden Himmelsstraßen

 voll Sternenstaub

 

Traumtänzer, Stern-  und Mondfeuer-Feen

schweben in Regenbogengewölben

im milden Zauberlicht der Magie

einmalig und vollkommen


 

 

Schwankungen

  ein neuer Tag winkt,
lächelnd grüße ich zurück
bedecke die von strahlender Sonne...
geblendeten Augen.

 Moment Welt,
lass dich umarmen
halt an für eine Sekunde,
denn sie kehrt nicht zurück.

Kaum gedacht, Pläne gemacht
wird es um mich Nacht;
schwankt das Leben zwischen Blütenmeeren
auf’s Neue gähnendem Abgrund entgegen.

Verschwommener Blick
blinkendes Glitzern,
Ahnungen hinter dem Wimpernvorhang,
versteckt, verdrängt.

Alles schwankt um mich herum
mitten in dem Kreisel ich,
ausgeliefert – gefordert;
flüchte in fernliegende Träume.

Balanciere auf schmalen Steg
zwischen Wahrnehmung und Vision,
unsichtbare Hände erreichen mich,
 lassen die sinnvolle Mitte finden.

Erwacht, geträumt, gedacht,
fixiere ich den Weg, teile unsichtbare Wände,
berührt von streichelndem Windhauch finde ich
Wahrheiten im Tagtraum.


Zauber des Lebens

 

Genießen wir den Zauber
des Lebens, nutzen jeden Moment,
ein oft einmaliges, verkanntes, wertvolles Geschenk.
  
 Augenblicke, Momente, Atemzüge
sind flüchtig, bedeutungsvoll,
wichtig.

 
 Besondere bleiben für immer,
schlagen Wurzeln,
erblühen stets neu.

Sie werden vom Wind getragen,
seinen Liedern begleitet
 in alle Richtungen verstreut...

Splitter vom Zauber des Lebens
entdeckt man auch im tiefsten Dunkel
wenn man sie in sich bewahrt...

 

 

...vom Sehen, Finden, Wahrnehmen,
sichtbaren und unsichtbaren Dingen...

 Gewohnheit macht oft blind,
verführt schnell dazu...
Besonderheiten als normal,
zu alltäglich zu sehen,
zu übersehen.

Ist man aufmerksam, sensibel genug
entdeckt man auch im Alltäglichen
etwas ganz Besonderes.
Wesentliches ist oft versteckt
nicht immer sichtbar, offenbart sich meist in der Stille.

Mit geschlossenen Augen
spürt man klar und deutlich, begreift ...
ist sich plötzlich sicher wirklich zu wissen,
als zerreiße ein Vorhang, dichte Nebelschleier,
öffnen sich geheime, bedeutsame Räume.

Schweige Lärm der Welt
damit ich mehr verstehe, lass Stille sprechen.
Es ist ein Augenblick nur, vielleicht der wichtigste
um etwas Wichtiges zu begreifen, bewusst zu machen.
Augen sehen nicht alles
nur das Herz sieht auch sonst Unsichtbares;
ich werde finden...

  

 
 
Verständigung

Nicht nur durch Sprache, Stimme, Worte
verständigt man sich;
oft zerstört es gar Wichtiges, ...
das mitgeteilt, verstanden werden will.

Wesentliches ist oft versteckt, unsichtbar,
Sinne wissen und verstehen,
das Herz spricht stumm, in anderer Sprache,
braucht nicht immer Worte ...

Wir sehen nicht,
wir sprechen nicht,
und doch ahnen, fühlen, spüren, verstehen
wissen wir genau.....

 
 Innere Rätsel
 

Im Wachtraum gespenstisches Licht
nächtliche Stille, seltsamer unwirklich Gesang,
und doch kein Traum.

Auf dem Pfad des Vergessens
innerlich eine andere Welt zu betreten
öffnet unerforschte Schubkästen.

Am Fenster ein Schmetterling
dessen goldschimmernde Flügel
sich plötzlich zu schwarz wandeln.

Unfassbar seine stumme Botschaft,
furchteinflössend für ein Kind,
das in der Figur einen Raben erkennt
wie eine unheilvolle Bedrohung.

Jahre vergingen,
das Kind von damals altert,
versteht mehr,
erkennt Zusammenhänge und Fähigkeiten bewusster.

   Es vertieft Unverstandenes von damals, versteckt weiter manches,
Zweifel, Ängste wandeln sich,
Rätsel bleiben,
sein Herz blutet unbemerkt.

Das Ich in ihm versteht,
taucht auf und wieder ab,
ist fasziniert von inneren Welten.
teilt alles.

  Viele verstehen, folgen nicht,
 es bleibt allein
und fühlt sich doch reich.

Trüb ist der Himmel,
so nimmt es den Pinsel,
mischt alle Farben
bringt neue Lebensblüten zum Erwachen.

Sein Inneres spürt mehr,
mobilisiert frische Kraft
ist bereit
jederzeit starre Wände durchbrechen.



Schicksalstage

 Nicht hadern, nicht aufgeben, nicht verzweifeln...
annehmen, umorientieren;
Schatten vergessen.

Verbittert sagt mancher:
"Schicksalsschlag" und resigniert,
Verbitterung blockiert, macht einsam.

Neue Seiten des Lebens aufschlagen,
neue Fähigkeiten entdecken
Austausch mit Betroffenen hilft.

Ist der Geist frei, Gedanken unbeschränkt,
inspirieren interessante Menschen
gewinnt man neue Freiheit, andere Möglichkeiten.

Zögerlich wagte ich ein neues Fenster zu öffnen.
Als ich nicht mehr gehen konnte bekam ich Räder,
durch Bestätigung Fremder wuchsen der Seele Flügel...

Schicksalstage verändern, rütteln auf.
Schicksalstage geben Chancen,
können ein Gewinn sein...

Schicksal nutzen...welch eine Chance...
Anders sein, na und?
Jeder ist irgendwie anders......das Leben bunt!


Gegenüber gestellt...

  Ingo maulte
fand das Taschengeld zu knapp

Vicky
war das Behüten der Eltern peinlich

Jan
suchte Streit aus Langeweile

Tabea zickte
weil sie teure Schuhe nicht bekam;

Der bettelnde Junge
war dankbar für ein Brot

das vernachlässigte Mädchen
strahlte über eine freundliche Umarmung

der ans Bett gefesselte Kranke
war glücklich über alles Wahrnehmbare

Der Gelähmte
gewann Freiheit durch den Rollstuhl...

nun...
die Liste wäre unendlich verlängerbar...



 
...es gibt sie noch...

oft belächelt
nicht ernst genommen
naiv eingeschätzt...
geringschätzig abgewertet,
gern übersehen...

Menschen die unbeirrt ihren Weg gehen,
ihrer Linie ohne wenn und aber treu bleiben
zu dem stehen was ihnen alles bedeutet,
in aller Bescheidenheit leben
was ihre Welt ist.

Sie sind anders
auf ihre Weise besonders,
tragen vieles still in sich;
brauchen weder Hektik u. Lärm draußen
noch ständiges nach vorn drängeln,
laute Aufmerksamkeit.
Innen drin tobt der Sturm dieser Liebe,
bricht aus in dem was sie lieben zu tun.

Manche staunen,
einige ermutigen, loben,
manche verstummen, ignorieren;
schweigen sich aus.
SIE sehen mehr dahinter,
verstehen, wissen genau...

Der innere Brunnen
sprudelt leidenschaftlich,
ist weiter aktiv,
wird durch alles inspiriert,
hat auch Wert.

In dieser Zeit sind sie selten,
aber es gibt sie noch;
bescheiden, unaufdringlich, zurückhaltend.
Visionäre die aus sich schöpfen,
unauffällig im Leben stehen,
manche Träume verwirklichen.



Chancen

Wo Sinnlichkeit der Sinne Heimat hat
werden Gedanken und Inspiration wohnen...
Intuitionen und Visionen Quellen finden,
Neues geboren.

Leben wir unsere Träume,
ehe die Zeit uns unsere Träume nimmt,
und nutzen die Sternstunden des Lebens,
weil man manchmal nur eine Chance bekommt.

Leben wir das Heute bewusst,
wer weiß ob es ein Morgen noch gibt;
denn jeder Moment
ist ein ganz bes. Moment!



...sehe ich dich auch nicht
 

so weiß ich doch um deine Nähe;
überall spürbar,
immer präsent...

Mich erfüllt Dank
über
nicht käufliche Geschenke
von bleibendem Wert...


 
Bedauernswert

 Innerlich arm ist jemand
wenn für ihn nur Ruhm,
Ehre, Reichtum zählt.

 Allein und verloren ist er
wenn ihm nur das wichtig ist,
er Gefühle für unwichtig hält, ausschaltet,

 Kalter Glanz
ohne Herz und Seele
bedeutet menschliche Armut.


 

 Voreingenommenheit

Schräge Blicke
Getuschel
Abwenden...
Ignoranz

begegnen uns alltäglich

auf die Frage warum
gibt’s verwirrte Blicke
Unsicherheit
zögerliches Stottern.

Keine Begründung, keine Erklärung
dennoch grundlose
Vorurteile
wegen des Aussehens,
eines Handicaps

Sprache
Kleidung
Herkunft
Kultur
Religion
Anderssein

Statt einleuchtender Antworten
dumme Sprüche.
Da drängt sich die Frage auf:
Wer bestimmt eigentlich was normal ist...



Kostenlose Schätze - und bes. Wahrnehmungen

Das Ich in mir lebt und lernt;
es arbeitet,
musiziert,...
schreibt,
malt,
liest in Wolkengesichtern,
tanzt auf dem Regenbogen;

es kennt keine Grenzen,
ignoriert Barrieren,
fühlt, erspürt
und nutzt vieles
was namenlos, unbekannt
oft nur Ahnung, Intuition ist;
versucht aus Hindernissen Brücken zu bauen

Kammern der Seele
sind reich gefüllt mit bes. Wahrnehmungen,
Verständnis,
Wärme, Liebe;
Geben, empfangen vervielfältigt sich;
Inspiration, Intuition - Kreativität
drängende Impulse.

Reich beschenkt
fühle ich mich
selbst durch ungreifbares Nichts
und doch alles
das in mir lebt, atmet, mich erfüllt, antreibt.
Menschen die das verstehen,
sind besondere Schätze.

Sie fühlen mit,
teilen,
leben, lieben, leiden;
wachsen aneinander,
miteinander,
entdecken, verwirklichen;
Sie schaffen gemeinsam
sonst Unerreichbares...

Seltene Kostbarkeiten,
oft als zu selbstverständlich
hingenommen,
übersehen,
häufig unerkannt,
nicht genug wertgeschätzt
oft unbedankt...

 
 
Leben
ist eine Aufgabe...

Was nutzt alles Klagen,
Lamentieren?

 Wo Licht ist gibt’s auch Schatten,
auf Schatten folgt wieder Licht.

 Überall Farben, leise Zwischentöne,
schauen, lauschen wir...

 Nur wer alle Straßen, auch Irrwege geht,
allen Facetten des Lebens etwas abgewinnt,

 Hindernisse meistert
wächst an sich, auch darüber hinaus
.

 In uns sind Fragen,
auf manche gibt es keine Antworten;

 ändern können wir nur selbst etwas,
da hilft kein Klagen, Lamentieren...

 (er)Kennen wir uns,
verstehen wir auch mehr.

 Leben ist Aufgabe,
will gemeistert werden;

 mit Regenwolken, Gewitter, Sonnenschein,
Lachen, Weinen, Freude, Schmerzen...



Reise zu sich...

Ein winziger Schritt nur
zwischen Gut und Böse,
richtig und falsch...
sinnvoll oder überflüssig,
gut meinen und falsch handeln.

 Ein winziger Schritt nur
Welten zu wechseln;
draußen laut und bunt,
innen still, erholsam
und doch auf Entdeckungsreisen.

 Ein winziger Schritt
sich fallen zu lassen ins Ich,
bisher unentdeckte Eckchen zu erforschen,
zu fühlen, zu begreifen;
stumm Zwiegespräch zu führen,
zu hinterfragen warum was...

 Ein winziger Schritt
der Augen öffnen, Sinne sensibilisieren,
Menschen anders einschätzen
sich selbst neu sortieren, mehr erkennen,
seine tieferen Welten entdecken lassen kann.

 Ein winziger Schritt
mit oft ungeahnter Wirkung seinen Kern zu finden,
zu neuen Schritten zu überwinden
obwohl rundum alles zerbröckelt, zusammenbricht,
sich in Nichts aufzulösen scheint.

 Ein winziger Schritt
im Alleinsein haltende Hände zu spüren,
unerschütterlich stabil wie ein Baum
oder fallen gelassen zu werden;
trotz allem sein Schneckenhaus zu verlassen,
eigenen Wert selbst einzuschätzen,
oder gerade deshalb?

 Ein winziger Schritt in der Menge
ein großer ins Innere
kann Ausschlaggebendes verändern;
wichtig oder unwichtig
für einen selbst, für andere
willkommen oder nicht.

 Wenige bleiben Freunde,
halten zum MENSCHEN,
andere reagieren irritiert, vertrauen oder fremdeln.
Winzig der Schritt zwischen Akzeptanz, Wohlwollen
Bestätigung oder Ablehnung.

 Wenn auch in winzigen Schritten,
eine solche Reise ins Ich bringt Veränderungen,
einiges wandelt sich oft unmerklich für einen selbst,
merklich für andere,
lässt alle gemeinsam wachsen,
kann alle bereichern,
Gewinn bringen.

 

Die Augen,

Leinwände voller Träume,
der See der dunklen Spiegel...
ein besonderes Lesebuch;

Seine Umarmung
eine sichere Schutzburg,
sein Leid
mein Schmerz.

Immer das Leben angenommen,
schlimmste Zeiten durch die Sanduhr zerronnen;
das Beste erkannt, begriffen, wahrgenommen,
neuen Maßstab für Zufriedenheit gewonnen.

Was bleibt
ist wahrer Wert;
wenig, vielleicht klein für andere -
für uns das Größte!

Hinter verblassendem Vorhang
die mahnende Erinnerung;
ein Spalt voller Licht und Farbe
Feuerwerke an Entdeckungen.

Immer präsent
das was war, was ist,
der nächste Moment bringen könnte...
Fragen zwischen Erlebtem, Vergessen und Leben...

Ein Maßstab
den man nicht ignorieren sollte,
der lehren kann
was wirklich wichtig ist...



 Hypnotisierende Spiegel

Wie schwarze Spiegel
die dunklen Pupillen.
Geheimnisvoll umrahmt sie der grüne Kranz,...
halb bedeckt von seidigem Vorhang
wie ein leicht vibrierender Schutzschild.

Der Blick bannt;
sucht fragend und geheimnisvoll
in sanften Gesichtzügen
weiß nicht nach was.
Stumm, ausdrucksstark
fesselt die spürbare Magie.

Wie Feuerkohlen brennen Blicke,
verschmelzen wie lodernde Feuer ineinander,
suchen und entdecken einen Teil von sich.
Schwarze Edelsteine, glänzende Pupillen,
Augen voller Lebensfeuer
erzählen fesselnde Geschichten.

Wie ertappt
senken sich sanft fast verschämte Blicke,
verbreitet sich charmant verräterische Röte
auf zarter Pfirsichhaut.
Lesbare Bescheidenheit des stillen Wesens,
das im Gegenüber
unverhofft seinen Spiegel
und einige Antworten fand.



Erinnerungsküsse

Wie ein verstecktes Liebesnest
liegt das lauschige Cafe zur heimlichen Liebe,
eingebettet in eine dichte, grüne Oase da,...
wie ein verwunschener Ort oberhalb eines Sees.

Weit reicht der Blick über das silbrige Flussband,
seine gleitenden, weißen Segelschiffe;
Eine stimmungsvolle Naturbühne,
von jeher ein Geheimtip für Romantiker.

Der letzte Besuch liegt viele Jahre zurück,
die magische Anziehungskraft ist ungebrochen.
Sitze dort bei duftendem Kaffee
mit fiebrigem, erwartungsvollem Glanz in den Augen,
schwelge sinnend in Erinnerungen;
sehr lang ist’s her...und unvergessen.

Ein blütenumrankter Rundbogen
zieht die suchend umherschweifenden Blicke an,
entdeckt ein zartes feenhaftes Wesen mit verträumtem Blick.
Entzückt betrachte ich das junge Gesicht,
den rätselhaften Ausdruck der sphinxhaft anmutenden Augen;
unverhofftes Erleben zwischen Heute und Gestern.

Sonne lässt das lange seidige Haar
durch goldene Pünktchen wie gesponnenes Gold wirken.
Ein kleiner Kolibri umtanzt sie wie ein verliebter Schwärmer,
während ein aufgeregter Schmetterling
ohne Scheu ihre sanft gebräunte Haut küsst.

Still genießt das Mädchen die feine Liebkosung,
kostet den zauberhaften Moment aus,
Summen erfüllt die laue Luft, rührt Betrachter,
erweckt durch milde Windharfen.
traumhafte Melodien in verliebten Herzen.
Ein märchenhafter Moment verändert den Tag,
wolkenlos blauer Himmel umarmt das romantische Idyll,
Tagträume wachsen wie tanzende Seifenblasen.

Unverhofft klatscht ein einzelner Regentropfen
auf die Glasplatte des kleinen Cafe-Tisches,
bringt die Wirklichkeit zurück.
Ein bunt schillernder Regenbogen
umrahmt das zauberhafte Gemälde,
zart berühren mich Erinnerungsküsse.

 

 Verliebt

 Schön wie eine Lotosblüte
pfirsichweiche Haut
Augen blau und klar wie ein Bergsee....
Voller Tiefe der Blick,
hinter dem bebenden Vorhang
seidenweicher Wimpern,
geheime Botschaften
im Kranz glänzender Pupillen.

Gerne versinkt man
in den blanken, blauen Spiegeln,
wortlos die Verständigung, vertraut.
Fragen, Antworten, Verstehen
in den blitzenden Kristallsplittern
wie Funken aus der Seele
voll unergründlicher Magie.
Gewissheit, Sicherheit
Liebe...

 

Stufe für Stufe

 Die Welle des Erfolges ist trügerisch,
sich zu überschätzen, andere zu unterschätzen
ein schlimmer Fehler ...
mit oft fatalen Folgen...

Manche wollen zu schnell, zu viel,
trauen falschen Menschen.
Süße Schmeicheleien sind oft falsch,
ehrliche Ratschläge unbeliebt.

Gutmeinende Freunde sorgen sich,
doch du schweigst, nichts ändert sich;
hörst auf Fremde
mit Masken im Gesicht.

Gern träumt man in blauen Stunden,
schwebt mit rosaroter Brille auf Traumwolken.
Sehen wir klar, was wahr,
manche Wege brauchen länger.

Überheblichkeit verführt zum Leichtsinn,
Ignoranz zum Absturz.
Sinnvoller ist, Stufe für Stufe voran schreiten,
kleine Erfolge verbuchen, neue Wegabschnitte vorbereiten.

Selbstlose Freunde sind ein Glück das bleibt,
in Glück und Unglück an unserer Seit`.
Gewaltsam etwas wollen überfordert,
hat keinen Bestand.

Endet das Tun im Absturz
wenden sich schnell die Schmeichler, lächeln mitleidig;
hochmütig wird der Verlierer übersehen,
als seien sie Fremde und nie etwas geschehen.

Echte Freunde reichen die Hände,
erklimmen gemeinsam kleine Stufen in kleinen Schritten.
jeder Splitter des Erfolges braucht seine Zeit,
was behutsam wächst wird stark und bleibt.

Schneller Gewinn ist nichts,
bleibt Illusion,
wie Schall und Rauch
löst sich auf in Nichts...




Gegenwind
 

Man schreitet voran
Tag für Tag
voller Pläne, Wünsche, Träume;

unverhofft
erfasst uns Gegenwind
vom Schicksal bestimmt!



Frischer Morgengruß

blendendes Morgenlicht
verjagt letzte nächtliche Schatten
schenkt feuchten Tränen des Morgentau...
wärmendes Lächeln

Geisterhaftes Dunkel
entflieht gleich feuchten Dampfwolken
mit sich lichtenden Nebeln
aus fadem Grün

Von strahlend schimmerndem,
perlengleichem Glanz überzogen
erheben sich Nachtgespenster
verglühen im erwachten goldenen Sonnenball.

Faszinierende Tropfen
an Grashalmen spiegeln hell Gesichtzüge
wie dem Jungbrunnen entstiegen
voller Elan am erwachenden Morgen



 Bedenken

Ich sehe und schweige
ich lese und verstehe
ich spüre und weiß...

Das Rad dreht, verändert sich, verirr dich nicht.
Fällst du in die Tiefe
bist du allein

Lass DICH nicht selbst im Stich



Wehende Schatten

Eingehüllt ins dunkelblaue
Tuch der Nacht
höre ich Schatten rufen,...
verborgen flüstern in meinem Blut.

Wie im sanft gleitenden Kahn
schaukele ich durch das Meer der Träume,
das innere Verlangen
steuert durch unterschiedliche Lebensbuchten.

Erleichtert ergebe ich mich den Träumen
sie verbünden sich mit mir;
das samtene Tuch verschlingt Beginn und Ende;
in seinen schützenden Falten tanke ich Lebenselixier



 Illusionen, Träume...

Einige werden wahr,
seltene Geschenke
die im Fluss der Zeit...
alltäglich werden.

Kaum mehr geschätzt
setzen sie oft Spinnweben
der Gleichgültigkeit an,
Staub der Gewohnheit macht sie unansehnlich.

Sie verlieren den besonderen Glanz
der sie einst
zum einzigartigen
unerreichbaren Schatz machte.

Schätze sollten gepflegt werden,
kleine Kostbarkeiten gewinnen an Bedeutung,
werden mit der Zeit intensiver betrachtet,
mit Abstand gar etwas schön gemalt.

Lebhafte Phantasie, Träume, Illusionen
bescheren unverhoffte Bilder,
bergen Raritäten
die wir längst vergessen glaubten.



 
Unsichtbare Präsenz

Folgen auch die Füße
nicht allen Wegen
so aber das Herz...
und die Gedanken.

Unsichtbar
ist manches für die Augen,
unfassbar
für den Verstand.

Gefühle
verborgen im Ich
folgen automatisch
unsichtbaren Straßen.

Atemwolken streifen Wangen
wie sinnlicher Wind,
ein leuchtender Fleck
durchbricht graue Wolken,

baut eine Regenbogenbrücke
wie einen Rahmen
voller Hoffnungsfarben
auf dunkle Erde.

Müde Blicke
umarmen das sanfte Bild
Hände heben sich wie bittend
dem Himmel entgegen;

Gemeinsam Erlebtes
lässt Fremde zueinander finden
kleine Wunder Menschen einander näher bringen,
erweckt neue Ströme der Verbundenheit....

  

Pausenlos 
 

 rieseln feinste Körnchen
unbemerkt
durch schmale Ritzen
der Lebensuhr.

  Aus Jahren
Monaten
Wochen
werden Tage
Minuten
Stunden
Sekunden
Momente.

  Auf der Suche
nach oft unbewussten Zielen
vergeht Zeit,
legen wir Spuren.

 Zwischen
Vergangenem und Gegenwärtigem
begreifen wir die Bedeutung alter Wege
verstehen, geben Wissen weiter.

 Frei durch starke Wurzeln,
Verästelungen der Liebe
schenken wir Teile unserer Ideale
unseren Kindern für neue Ziele,

 legen den Grundstein, bereiten den Boden
für kommende Generationen,
spüren die fliehende Zeit
voll des Dankes für Erreichtes.

 Jetzt in diesem Moment
beginnt die Lebensuhr
für ein neues Menschenkind zu rieseln,
folgt es alten Spuren, legt neue.

  Pausenlos
dreht sich alles weiter
endet, beginnt,
sucht und findet...


 
Brennende Schatten

du brennst für eine Sache
mehr und mehr,
gibst dein Herzblut;...
wirst zum Schattengewächs
wenn Tage sich wenden.

 Manchmal verschwindet alles unverhofft
im Schattenbild trüber Wolkengeister,
erlischt Lebenskraft
in einer Wolke von Staub;
noch hält ein Netz, doch es wird dünner.

Etwas bleibt,
vielleicht eine winzige Spur
auch wenn ich gehe,
es blitzen Erinnerungsfünkchen.
Manches endet schnell,
einiges erst im Vergessen.

Noch halte ich Illusionen fest
Visionen, Inspirationen, Intuitionen,
teile Emotionen,
getränkt in Freundschaft
doch oft sehe ich nur noch Schatten,
spüre einen Berg von Asche...


Traumbild,
belebe glimmendes Feuer, Kampfgeist,
Mach dich nicht klein,
wehre dich jetzt, bäume dich auf,
brenne weiter, leuchte,
jetzt erst recht...


 


Sinnesreisen

Wenn Augen
suchend den Himmel streifen

scheint es
als könne man Wolken greifen;

Sehnsüchte
Sternenfüße leicht berühren

Momente unendliche Weite
Leichtigkeit, Schwerelosigkeit spüren

ohne Zeit und Grenzen
intensiv erfüllte Sekunden die verführen.

Unbewusst sucht man Unbekanntes
als erwarte man Himmelspost

zwischen Sternenflimmern
und festem Stand auf dem Erdenboden

malt die Phantasie Märchen
labt die Seele

steht die Zeit still
entfliehen Stäubchen von allem in Nichts

hinterlassen deutliche Spuren
fasziniert uns unbewusst Unbekanntes

ein feiner Schleier
namenloser Größe


 
 
Wie auf Knopfdruck...

Zeitweise berührt uns ein Hauch von Nichts,
raunt murmelnd Unverständliches
in unbekannter Sprache...
ins Ohr was nur Sinne fassen,
mit dem Verstand nicht erklärbar ist.

Es verbindet sich mit dem Herzschlag,
belebt, wächst, schützt,
bereichert als sei es eingebrannt.
Was für den Verstand nicht real,
verstehen Sinne lautlos.

 Die Flamme brennt schmerzlos
wie die leichte Berührung von einem vorbestimmten Strahl
aus Sternenlicht vom dunklen Firmament,
als belebe und wandle sie Gedanken und Gefühle
wie durch einen Knopfdruck auf die Seele...

 Auch ein Hauch von Nichts
hinterlässt Spuren
manche prägen sich tief ein;
andere gibt man frei,
sie entschweben wie Vögel.



Jeder neue Tag


Jeder Tag
ist wie ein neues Abenteuer.
Es gibt viele offene Fragen, wie:...
„wer bin ich eigentlich,
was weiß ich, und was alles nicht?
Kenne ich mich selbst wirklich,
wohin führt mein Weg
was wird geschehen
werde ich alles bewältigen?“

Ständig sind wir auf Entdeckungsreisen.
Täglich gehen wir frohgemut und optimistisch
einen neuen, unbekannten Weg,
freuen uns auf spannende Abenteuer
die uns erwarten
müssen aber auch
Unebenheiten der Wege bewältigen.
Sie machen uns selbstbewusster,
stärker.

Sie bestätigen uns
lassen uns das Leben
genauer betrachten
mehr verstehen
lieben.


 




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