egoss kreative welten
Wortmalerei & Farbpoesie

Mix 5



Mit den Wolken

 

Dieses Fleckchen Erde

ist meine Heimat;

vertrauter Boden, stabil, sicher.

Ein Hafen in dem ich anlegen kann,

wann auch immer.

 

Manchmal sind Abschiede unumgänglich

doch ich kehre zurück irgendwie, irgendwann

von wo auch immer

wenn ich bereit bin,

und du wirst mich erkennen.

 

Wäre der Himmel näher

könnte ich die ziehenden Wolken greifen,

würden Abschiede weniger schmerzen, gar überflüssig sein,

Lieder weiter klingen

von Freiheiten, Hoffnungen, Geheimnissen erzählen.

 

Versonnen lausche ich den tröstenden Melodien

die mich tragen, stärken, beflügeln.

Zeitweise bleibt das Echo im meinem Herzen stumm

von Tränen erstickt;

doch meine Gedanken ziehen weiter
mit den Wolken



 

Demut & Dank

Verbissen gekämpft jahrelang,
Rückschläge, immer wieder;
Fragen und Ängste im Inneren einsam verschlossen,
nie aufgegeben.

An der Grenze angekommen
Umwege gegangen;
vertraut, ergeben, eingewilligt, abgeschlossen,
fast zu spät.

Tränenlos verloren
Träume, Wünsche, Pläne, manche Hoffnung
ein Stück Lebensqualität
alte Wegbegleiter.

Eine starke innere Stimme rief,
hielt fest, weckte Verantwortlichkeit, Demut
Lernbereitschaft, wichtige Erkenntnisse;
aus Schwäche erwuchs Stärke...

Gewinn,
kostbar wie nie zuvor das neue Leben
trotz aller Zweifel, Schwankungen
Stolpersteine, Hürden, Hindernisse, Grenzen.
Frei der Kopf, klar die Gedanken, ein unschätzbares Geschenk!

Danke für jeden Tag, jede gute Stunde
dieses große Glück...


 

  Wenn es sein muss...


leben und leiden wir.
Gemeinsam,
das macht es leichter.
 
Wir glauben
hoffen
lieben
 
vertrauen
kämpfen
zuversichtlich
 
für dich
für uns
das Leben;
 
die Liebe,
die alles übersteht
aus allen Aufgaben, Herausforderungen lernt.
 
Zwei Hälften wachsen,
sehen und erkennen mit anderen Augen,
werden zu einer noch stärkeren Einheit
.

 

  Besondere Art von Himmel

    Der Himmel in deinen Augen
hat viele Farben. 

Deine Augen sind für mich ein besonderes Buch,
offen und geheimnisvoll zugleich. Ich kann darin lesen;
Stimmungen, Gefühle, Fragen, Verborgenes

Der Wimpernschlag  ist wie das Umblättern der Seiten;
verdeckt, was niemand lesen soll.

 

Jeder neue Tag...

scheint selbstverständlich,
als ginge es im Leben immer weiter
auf die gewohnte Weise,
reibungslos.

Ein eben solcher Tag kann es sein,
an dem sich alles verändert
man um ein Leben bangen muss.

Der Tag wird noch kostbarer,
bewusster genutzt,
Begegnungen intensiver das Heute,
jeder Augenblick noch wichtiger,
schöne Momente noch wertvoller.

Danke "mein Kind"

Das verdanke ich dir...

Niemand hat mich mehr verändert 
mich umdenken und Humor lernen lassen
was wirklich bitter nötig war als du.

Du wirst es nicht hören wollen,
glaubst es nicht doch ist es so,
das verdanke ich dir.

Jung bist du, aus mir geboren
gesegnet mit vielen Fähigkeiten
die auch mal eine Last sein können 
 weil die richtige Entscheidung schwer fällt.

Doch immer findest du deinen Weg
gehst ihn unerschrocken,
triffst richtige Entscheidungen handelst klar,
gut überlegt, sicher abgewägt
mit Lässigkeit, immer mit Mut, Herz und Gefühl, 
allen Konsequenzen,
mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit die ich bewundere.

Du bist direkt, frisch, gerade heraus
bedacht, einfühlsam, erfolgreich, intuitiv.
Nicht alle Zeiten waren leicht
doch sie haben uns stärker gemacht,
sensibler dafür
sich jede Zeit bewusst zu machen,  zu nutzen.

Du hast auch mich verändert,
dafür danke ich dir,
mein Kind.

     Stiller Genuß


Sonnenzungen tauchen ein

in silbrig schimmernde Schaumwellenkronen

scheinen gemeinsam zu tanzen

im spätsommerlichen goldenen Nachmittagslicht.

 

Träume werden da wie aufgereihte Perlenreihen geboren

verweben sich in erwartungsvollem Bann

mit sinkendem Sonnen- und gemächlich auftauchendem Mondlicht

in sanfter Umarmung;

blinzeln neckisch beim Betrachten

des gespenstischen doch so fesselnden Spiels.

 

Die Stille des Abends bringt geruhsame Stunden

nach der Fröhlichkeit des lebendigen bunten Tages.

In eine Sandmulde gekuschelt schweigen Menschen beim märchenhaften Himmelszauber

träumen gemeinsam, hängen ihren Gedanken nach

reisen mit weichen Wolken um die Wette.

 

 Voller Träume vertrauensvoll aneinander geschmiegt

gibt ihr seine starke Schulter Halt,

sein warmer Arm umfängt sie schützend beim kühlen Abendwind.

Windharfen und rauschende Wellen verschmelzen

zu einem gemeinsamen Abendlied

 sanft und beruhigend.

 

Das Mondlicht badet im schimmernden Meer

im goldenen Licht gehen sie gemeinsam auf Gedankenreisen;

Stille hat ihr eigenes Lied


 


 
Geschundene Seele

 Empfindsam

sensibel

zerbrechlich 

hat bedingungslos vertraut

offen gelegt

nackt

schutzlos

angreifbar

Erleidet Verletzungen

pausenlos

schonungslos

gewissenlos

gedankenlos

wird unbemerkt

langsam

qualvoll

getötet

  

Augen-Blicke

 Wie ein Sternenblitz ist es

wenn sich unsere Blicke begegnen

 smaragdgrün und dunkelblau

wie das glitzernde Wasser in der Lagune,

wo in der kleinen Grotte unser winziger Kahn

zwischen zerklüfteten Felsentoren hindurchgeschleust wurde.

Leise plätscherndes Wasser als Begleitmusik

zu den aufgeregten Schlägen unserer Herzen.

Doch meine ganze Landschaft lag in deinen Augen

Licht und verhaltende scheue Zärtlichkeit

wie das Meer in seiner Unendlichkeit

das mich träumen ließ,

 still, leise in mich hineinlächelnd

mit dem Wunsch

dass dieser Moment ewig dauern möge.


Das Bild ließ mich die Augen schließen

die Lider wie einen Schutzvorhang auf der Bühne

 das eine Bild vom anderen trennen;

festhalten dich

und diesen zauberhaften Augen-Blick.

Herzens - Poesie

Dich zu treffen war für mich wie Poesie.
In deinem Gesicht konnte ich stets lesen 
 wie in einem offenen Buch;
in deinen Augen
fand ich das Licht das alles klar widerspiegelte
auch wenn du mit verträumtem Blick etwas zu verschleiern suchtest
was du nicht preisgeben wolltest,
krampfhaft bemüht warst es zu verstecken
im kleinsten Winkel deiner sonst schelmisch lachenden Augen,
die mal einen übermütigen oder auch melancholischen Ausdruck hatten.

Doch es gelang dir nie wirklich etwas zu verbergen,
zu gut kannte ich diese Sprachen
durchblätterte alle Seiten immer und immer wieder,
bekam nie genug davon
entdeckte, erkannte und verstand jedes Mal mehr;
war süchtig nach diesem Herzklopfen das es auslöste,
das war und ist die schönste Poesie ohne Worte 

Zu oft ...

gehört
weggehört
überhört
taub gestellt
falsch interpretiert
nichts verstanden
extra

  Zu oft...
gesehen
nicht angesehen
weggeschaut
aneinander
vorbei gesehen
geflissentlich übersehen
bewusst

  Zu oft...
geredet

nebeneinander
gegeneinander
über einander
aneinander vorbei

zerredet
nur nicht miteinander
übertönt
  
 
Zu oft...
geschieht alles oberflächlich
 bequem
unaufmerksam
am falschen Ort
zur falschen Zeit
die falschen Dinge
falsche Handlungen
mit den falschen Menschen

Zu oft
wird nebeneinander her gelebt

Eins 

Wäre es immer so leicht

wie mir Herzantennen flüstern

der Verstand mich glauben machen will

spannte ich unentwegt unsichtbare Flügel aus

über staubigen Straßen und Steinwüsten

zwischen Flüssen und Meeren.

Ich sammelte die verstreuten Puzzleteile

mit dem Hauch der Schwingen weltumfassend

um blutige zerborstene Splitter

unermüdlich wieder neu zusammen zu fügen.

Sie sollten heilen können, eine Einheit werden
wachsen zu einem harmonischen „Eins“.
Narben werden sichtbar bleiben
um vor neuen Verletzungen zu schützen, uns zu mahnen,

Ich beginne hier,

ruhig, still, doch auch ungeduldig, unentwegt,

schützend, beschützend;

gebe weiter, behutsam und liebevoll

mit der Leichtigkeit des Wollens

großem Glauben und Vertrauen

angespornt von 
 unsterblichen Hoffnungs - und Liebesflämmchen.

  Kraftquellen

Schöpfe Kraft zum Leben aus Träumen,
den Zielen ohne Ende

  Der Phantasie,

Raum unbegrenzter Welten

 

Der Liebe

die unerschöpflich,
dem Schatzkästchen in dir


 
Wie Muschelhälften

Fremde treffen sich

irgendwo auf der Welt

magisch voneinander angezogen

unterschiedlicher könnten sie kaum sein

äußerlich, innerlich,

von ihrer Kultur her

ihren Wurzeln

ihrer Vergangenheit

und doch sind sie wie die beiden Hälften einer Muschel

die genau zueinander passen

 


Geh weiter

Ein Blick, ein Lächeln, ein Sonnenstrahl,
dich umfassende liebkosende Arme können dir Schutz geben,

dich halten, auffangen,

Hoffnung und Trost schenken.

 Hilfestellung, weiterzugehen in die richtige Richtung

um an die Quelle der Heilung zu gelangen.

Ich wäre gern das kleine Licht, das sie für dich finden könnte,

ist es auch ein harter, langer, endlos scheinender Kampf,

ein mühsamer, kräftezehrender, steiniger Weg mit harten Rückschlägen

mal gepflastert mit Mut - mal mit Hoffnungslosigkeit,

großer Schwäche und Dunkelheit.

Durchschreite auch das dunkle Tal trotz aller Ängste
selbst wenn du dich ganz schrecklich fürchtest und dich verkriechen möchtest.

Geh weiter, mit kleinen Schritten, bis du an ein winziges Licht kommst,
ein kleines aufblitzendes Zeichen.
Es wird größer und heller werden je weiter du gehen wirst,
dir neue Energie schenken.

 Dein Zutrauen wird wachsen,
du wirst stärker werden

neue Kraft finden, aufatmen, die Sinne weit öffnen.
Daher: gib niemals auf!

Am Ende wirst du siegen, wieder stark sein, voller Pläne.
Wie die Raupe, die ihren Kokon abwirft
 um sich als strahlender Schmetterling aus der lästigen Hülle zu erheben,
geliebt und bewundert zu werden
ihr neues Leben strahlend und glücklich zu leben, alles zu erkunden.

Sei stolz auf dich,
du kannst alles schaffen, denn du bist du!
Ein wunderbarer Mensch voller Wärme und großartiger Talente,
ein ganz wertvolles Rädchen im Getriebe des Lebens.

Geh weiter

das Leben wartet auf dich,
gerade auf dich,

es braucht gerade dich!!!

 Explodierte Qualen

Geduckt

Geschwiegen

ausgehalten

Ertragen

Geschluckt

Schweigend

Still

Dann unerwartet ausgebrochen
explodiert
alles vernichtet,
a
lles zerstört auch sich selbst.

Ausgelöscht
gerächt!

Offene Fragen
Unverständnis
Kopfschütteln
warum
wie kann man nur
wer legte diese Saat
keiner zuständig
niemand verantwortlich-
schiebt es auf
Umwelt, Eltern, Umgang.

Zurück bleibt Hilflosigkeit
Schrei nach Gesetzen
Liebe wäre gefragt
Z
uwendung
Miteinander
Menschlichkeit
Aufmerksamkeit
Liebe

Stumme Schreie,
auch laute wurden überhört

Wunden nicht erkannt
nicht in den Augen gelesen
nicht von Herz zu Herz gesprochen
abgewandt
nicht zugewandt
nicht anerkannt
ignoriert, das ist bequem.

Schutt, Asche, Trümmerhaufen überall
und doch werden sie übersehen

immer noch, 
 immer wieder, 
i
mmer neu

Atemlos verweht

Atemlos

durch die Hetze des Tages

ausgelaugt

von den Anforderungen des Lebens

allen Belastungen, Überforderungen.

Erschlagen

Kraftlos, ruhelos, krank, angreifbar

ausgeliefert

oft ohne Verstehen

Beachtung, menschliche Zuwendung.

Statt dessen

Oberflächlichkeit

Gleichgültigkeit
Hochmut gar

kränkende Nichtachtung.

Zeit höhlt uns aus wie steter Tropfen den Stein

erst unbewusst, dann spürbar.

Nur noch Kälte

Ängste, Nöte, offene Fragen

Verzweiflung, Scham, Selbstzweifel.

Menschen auf gleichem Weg mit und neben uns

 unberührt oft

ignorant

mit falschen Einschätzungen

Übervorteilungen


Folgen:

Wut

Mobilisierung letzter Kräfte

Hoffnungslosigkeit

Ergebenheit

Aufbäumen

Zusammenbruch

der Atem gefriert

Atemstillstand

Schweigen rundum

Unverständnis

Kopfschütteln

Betroffenheit

Nachdenklichkeit

dann wieder Kritik,

doch nur kurz, bis der Wind alles wieder verweht...

Alles beginnt von vorn...

unverändert oft das Verhalten

keine Einsicht

gewissenlos...

   

Wirbelstürme

Alles zu viel hämmert es manchmal in uns

wenn uns böse Ereignisse zu überrollen scheinen

man sich dem zwingenden Bann kaum entziehen kann.

Die kraftvollen Windhosen solcher Gefühlswirbel

mit strudelgleichem alles verschlingenden Trichter

scheinen nur zerstören zu wollen,

Macht auszuüben die lähmt

gegen die man sich nicht wehren kann.

Unbehagen kriecht wie ein peinigendes Untier über den gesamten Körper

erzeugt eisige Kälteschauer die über den Rücken jagen,

die Kopfhaut scheint erstarrt

überhaupt scheint uns dann Eiseskälte von unbegreiflichem Entsetzen zu umwehen

als säße man nackt in der Arktis;

doch es ist der innere Aufruhr der verletzen Seele

die über Jahre, Jahrzehnte aushielt

sich nie wehrte

nun keine Reserven mehr hat

hemmungslos ausbricht aus aller Qual.

Die feinen Härchen der Unterarme stellen sich auf

 als wollten sie stahlharte Stacheln bilden

um das Unwetter aufzuhalten, verhindern

 das da so aus der Tiefe unserer Seele tobt.

Man muss sich dem stellen

aushalten

verarbeiten

überwinden

nur dann wird man siegen,

der Orkan sich wandeln

zum Wind der wieder sanft streichelt.

 

Lebensgeschenke verpflichten

 Das Leben wurde mir geschenkt

über Jahre liebevoll gelenkt,

konnte Wurzeln finden die mich halten,

als ich alt genug war lernte ich meine Flügel zu entfalten.

 

Führe nun längst mein eigenes Leben

habe Ziele, Träume und Wünsche für die ich lebe;

mit Herz und Kopf  erkämpfe ich sie

weiß - manche erfüllen sich auch nie.

 

Nicht immer gelingt was ich mir erträume,

manchmal bleiben Träume auch Schäume.

Neben dem Glück ist auch das Pech ein Preis den man zahlt

 und wenn ich mich noch so sehr aufbäume.

 

Ich werde meine Wege gehen, meine Ziele finden,

auch wenn der Weg oft steinig sein kann niemals aber aufgeben.

Will meine Träume finden, nicht nur im Schatten bleiben,

frohgemut neue Mutknospen treiben.

 

Hinauswachsen über mich

denke oft: Kraft lass mich nicht im Stich.

Wenn ich auch manches Mal verlor,

ich kam immer wieder neu empor.

 

Gehe weiter dem Ziel entgegen

sternennah habe ich im Traum den Himmel gestreift

über die Jahre bin ich gereift

Sieht es auch nicht immer so aus

ich wachse doch oft über mich hinaus.

 

Wenn auch die Ziele manchmal Träume bleiben

so will ich nicht einfach auf meinem Weg stehen bleiben.

Mit Energie kämpfe ich für sie

entdecke Neues, an das ich dachte nie.

 

Kämpfe jeden Tag neu für ein kleines Glück

will besser werden

mir wieder verdienen ein kleines Stück

Sterne streifen und Wolken fassen

in Ewigkeiten werden mich meine Träume nicht verlassen

 

Mein Leben, meine Ziele weiterverfolgen

für das Leben danken mit Schatten und Licht.

beides hat Sinn, drum nehme ich auch beides hin

Meine Verpflichtung ist zu kämpfen für das Lebensgeschenk

das unmerklich mich immer den Zielen zulenkt.



Ein Wunsch

 

Ich wünsche mir,

dass in allen Menschen

 die verschiedensten Töne zum Klingen kommen:

hohe und tiefe, laute und leise, schrille und sanfte;

dass man immer einen Weg findet

im Einklang mit ihnen zu sein;

 erkennen zu können

dass die Welt erst richtig harmonisch wird

durch die vielen Töne und Farben

 und die interessanten Dinge aus den verschiedenen Kulturen

die unser aller Leben

 bunter, fröhlicher und reicher machen.

 

 Für dunkle Stunden
 wünsche ich allen die Fähigkeit der Sonnenblume
die ihr Gesicht dem Licht zuwendet
 damit die Schatten hinter sie fallen,
im dunkelsten Schatten
und dichtestem Nebel noch ein Licht zu finden;
Lächeln auszusenden
Hände zu reichen
Menschen freundschaftlich zu begegnen
und Freundschaften
die Seelen verbinden.


  
 Glücksströme


Glück schwimmt im Tränenfluss

aus Seelenmeerestiefen.

Erfüllende Gefühle des Herzens

die Tränen in die Augen treiben;

wertvoller sind als irdische Güter

auf die man eher verzichten kann

als auf Menschen mit Herz und Seele,

denn wahrhafte Herzensgüte ist wertvoll.  

Transparente Glücksperlen, schimmernd wie Diamanten

sprudeln emotionsgeladen aus den Augen

wie blinkende Quellen ungewöhnlicher Wassersinfonien;

tanzen durch Beben, Schluchzen, stolpernde Atempausen,

und enden im Akkord unglaublicher Erleichterung.

Nach aller Aufregung und Erschöpfung

folgt Entspannung

 tiefe Ruhe

 
  

 

Liebesstrahlen

 

Fühlst du Liebe im Herzen

wird sie aus den Augen strahlen

unmerklich weitergereicht werden

an jeden den du anblickst

anstecken;

 Feuer, Strahlen, Funken sprühen

hell aufblitzen, winzig kleine Teilchen

 oft kaum wahrnehmbar

doch immer effektiv ihr Ziel erreichen

das Zentrum des Herzens.

Berührst du jemand mit den Händen,

die elektrisiert sind bis in die Fingerspitzen mit Liebe

breite die Arme aus

fang auf

oder lass dich fallen

 vertrauensvoll

in weit geöffnete Arme voll Liebe

gebe den Funkenregen weiter

sende Liebe aus

Lächeln heilt wie Sonne

 Lächeln ersetzt Sonnenstrahlen

wenn sie aus dem Herzen kommen

auf andere Gesichter und Augen treffen;

sich anstecken

in zärtlich lächelndem Echo,

diese unbändige Kraft

weitergeben

die nichts kostet,

jeder schenken kann

rund um den Erdball,

heilsam ist.

  
 
Diese kleine Frau

 

Alt ist das Mütterchen

unscheinbar, lebte immer bescheiden

arbeitete hart für die Familie, die Kinder.

Nun im Alter

ist für sie niemand da;

doch sie trägt immer ein Lächeln im verhärmten Gesicht,

sorgt sich selbst jetzt noch um die die weniger haben als sie;

gibt ab von den wenigen Münzen die sie bekommt

 und der bescheidenen Habe die sie ihr eigen nennt

da sie ihr großes Herz nicht verloren hat.

Ihre grauen kurzen Haare

 die unter dem alten schiefen Hut vorwitzig hervorschauen

lassen nichts ahnen von dem wachen Verstand

dem starken mitfühlenden Herzen.

Sie bedauert oft diejenigen die reich und doch oft unglücklich sind.

schüttelt leise den Kopf

wenn sie diese neue für sie oft unbegreifliche Welt betrachtet,

unzufriedene Menschen, die gierig von diesem zum nächsten Wunsch hetzen

und doch unglücklich bleiben.

Sie hat andere Werte die für Glück stehen

Weiß was Geld, was ein Lebensmittel, ein Lächeln bedeuten kann.

Kleine, unscheinbare alte Frau

klug und reich durch ihre Denkweise

ruht in sich mit großer Zufriedenheit und Gelassenheit,

liebt das Leben so wie es ist

trotz allem.

 


 Silberflügel

 

Silberflügel schweben durch die Luft

gleiten durchs Himmelsblau

nur Stille, kein Ruf.

Sie scheinen zu verglühen im Glanz der Sonne

das spiegelnde Farbenspektrum begeistert.

Man vermag sich kaum zu lösen

von dem schillernden feinen Zauber.

Die Flugbahn

 ruhig, leise und grad

trägt die Silberflügel schwebend nach Vogelart

durch sanften Wind, Sonnenhimmel und Wolkenbetten

ein spontaner Wunsch:

wie schön wäre es manchmal

wenn auch wir Flügel hätten.


  
 Augen


strahlen und glänzen

mal vor Glück und Liebe

 Trauer und Schmerz

Freude oder Enttäuschung

 

Tränen der Rührung, Dankbarkeit

 rinnen langsam, fast verschämt aus den Augenwinkeln

perlend wie kleine helle Kristalle aus den Augen

wie bleibende kostbare Skulpturen der Natur

 

Sie sprechen in einer ganz eigenen Sprache

mit denen die sie verstehen

die Blicke deuten, in ihnen alle Antworten lesen

wie in einem Spiegel der sein Echo zurückgibt, antwortet.

 

Eine Erlösung,

 sich fallen zu lassen in diese besondere Tiefe

wie in einen geheimnisvollen See

voll Gefühl und Zärtlichkeit

die man in Worten nicht ausdrücken könnte

die nur das Herz fühlt und beantwortet

 

Ein See von Tränen tritt über die Ufer

rinnt unbemerkt  pausenlos oft ohne zu wissen warum.

Darin schwimmen die tiefen Empfindungen

des Herzens in Liebessprache

oder

 voll Liebe in Herzenssprache

 

Herz und Seele spiegeln sich in Augen

aufrichtige Gefühle

lesbar

in aller Lebendigkeit

 

   
Rettungsboot

Kreisverkehr der Freundschaft 

 

Hast du Freunde

die dir ein Rettungsboot

aus lauter Strohhalmen bauen

wird es auch stark genug sein

dich sicher durch jede Stromschnelle zu tragen

damit du unbeschadet das rettende Ufer erreichen kannst.

Dort wirst du wieder dir hilfreich entgegen gestreckte Hände finden

von Freunden die dich sicher weiter geleiten

Halt geben auch auf unebenen Wegen

 und furchteinflößenden Stationen des Lebens.

 

Sie gewähren vorbehaltlos Sicherheit und Schutz ohne zu fragen

sind stets an deiner Seite um dich aufzufangen

als Stützpfeiler in der Not,

nehmen dich immer ganz selbstverständlich an

mit einem Lächeln, weit geöffneten Armen

und der Kunst

selbst in Fehlern besondere Fähigkeiten zu entdecken

oder sie dahin zu verwandeln.

Ein großes Glück und unerschöpfliche Freude so jemand zu haben!

Nicht selbstverständlich, das sollte man wissen

Wichtig diese Einsicht zu gewinnen,

anzunehmen, zu danken, zurückzugeben.

Ein Kreisverkehr der Freundschaft

sehr wichtig, wertvoll und stabil.



Rat


 Verletzt dich ein Mensch

schreib es in den Sand

damit mit Hilfe des Windes

die Zeit den Schmerz verwehen kann

Tut dir ein Mensch Gutes

ritze es in Stein

damit es für alle Zeit erhalten bleibt



Lebensbrücken

 

Alles um mich herum ist Leben

bunt schillernd.

Jeder geht durch seine Zeit

als winziges Steinchen im Puzzlebild der Ewigkeit.

 

Der Regenbogen ist strahlend bunt

wenn du bei mir bist zu jeder Stund'

Gehst du, verliert er an Farbe,
verblasst der Glanz

versperrt der Weg zum verträumten Regenbogentanz.

 

Die Träume sind nicht mehr so bunt

die gesponnene Seide glanzlos, sinnlos scheint so jede Stund`.

Empfindest du auch so, schenk mir einen Blick

um in den Augen zu lesen ein kleines Stück.

Lass mich verstehen, den Kummer verwehen

er soll mit dem Wind auf Reisen gehen.

 

Er nimmt Worte von meinen Lippen trägt sie dir zu,

denn Ungewissheit raubt nur die Ruh`.

Säuselt leis` in dein Ohr, haucht zu dir der Worte Sinn

trägt sie sanft zu deinem Herzen hin.

 

Bist meine Brücke, mein Lebenssteg,

in Not und Freude zählt stets ein gemeinsamer Weg.

Sonnenstrahlen brennen sich zu dir, sollen sagen:

 auch ich halt zu dir in allen Lebenslagen.

 

Was auch geschieht, ich werde bei dir sein

Sei gewiss: auch in schweren Tagen bist du niemals allein. 


 

Der Einsame

 

Selbst bei strömendem Regen sitzt er auf der Bank

 draußen im Park

Alle rennen vorbei

nicht mal ein Blick streift ihn den Einsamen dort draußen,

keinen Halt, keinen Schutz gibt’s  für ihn.

 

Tag für Tag schlurft er in löchrigen Schuhen durch diesen Park.

Alle kennen ihn, niemand beachtet ihn, keiner erbarmt sich,

  wie kalt sind wir doch oft!

 Stumpf der Blick des Verzweifelten,

 

Man erkennt nicht

 ob der Regen über sein trauriges, graues, mageres Gesicht rinnt

oder Tränen der Hilflosigkeit.

 So geht er immer wieder diese Wege,

 bei Wind und Wetter, Sturm und Regen, Schnee und Eis

 Sommer wie Winter.

 

Unbeachtet,

 als sei er nicht da, ohne Hast und Zukunft

 zwischen allen Jahreszeiten

 und allen Feiertagen des Jahres

 nur ein Kreislauf des Leids für ihn


Aus Liebe weinen

Wenn du aus Liebe weinst

perlt deine Seele in den Augen

aus tiefem Herzensgrund.

Pausenlos drängen winzige Perlenboote

in schubartigem Wellenwiegen durch die Tränenkanäle

tropfen salzige Kristalle unablässig durch dichte Wimpernvorhänge.

  Totaler Schiffbruch erfolgt

überschwemmt die Ufer,

findet schließlich erschöpft Erlösung  in Einsicht

 und dem Wissen,

dass die im Herzen bewahrte und tief verschlossene Liebe

unzerstörbar bleiben wird

in uns




Anker setzen

 

Auf vielen Reisen

habe ich Kontinente, Menschen Längengrade gesehen

Bin rastlos, ruhelos immer weitergezogen

Doch durch dich, hier in deinen Armen

bin ich am Ziel der Reise angekommen.

Sei meine Welt

sie ist in unser beider Herzen vereint

kein Weg folgt nun mehr ohne dich.

Bin kein heimatloses Schiff mehr

das orientierungslos auf den Wellen schaukelt

von Stürmen hin und hergeworfen

erbarmungslos geschüttelt

dass ich nur noch aufgeben möchte, einschlafen, vergessen

 

Wenn das Meer die Liebe ist

vom leichten Wellengetose, orkanartigem Sturm

sogar zum Kentern alles beinhaltet

aber wir nicht untergegangen sind

war die Liebe der Rettungsring

stärker als alles,

trug uns auch wenn der Boden unter den Füßen fehlte

Die lange, weite Reise zeigte

dass du der bist

den ich lieben und für den ich leben möchte

im Meer der Liebe schaukeln

mich tragen lassen

über Klippen und durch alle Stürme hinweg

endlos wie der goldene Ring ohne Anfang und Ende

bis ans Ende unserer Tage

 


Betört vom Sommer


Hummel im Samtkleidchen

tanzt mit dem Zitronenfalter

um leuchtendbunte Blütenkelche, tankt Nektar.

 

Putzt sich fein säuberlich

die letzten hauchfeinen

winzigen Stäubchen vom Gewand

krabbelt behäbig am Rand entlang,

etwas benommen

 von all den grandiosen intensiven Sommerdüften

die uns alle betören, trunken machen.

 

einladen

 zum Verweilen in Blütenteppichen

unter gleißender Sonne



Eigenes Paradies

 

Wenn Phantasien

durch das Unterbewusstsein streicheln

Traumgedanken unmerklich fein wie von Schmetterlingsflügeln wehen

ganz zart, kaum spürbar,

wie ein leiser Atemhauch dein Gesicht streifen

die Haut zu glühen scheint

unter der Intensität des kaum Spürbaren

erwacht der Wunsch dass dies nie enden möge.

Oder ist es kein Traum

ist es die große Sinnlichkeit

die so intensiv erleben lässt

um abzuheben in Liebe

weiter auf weichen Phantasiewolken dahinschwebt

in Wolken-Phantasie und Wunschwelten

eigenes kleines geschütztes Paradies



Ewig aktiv

 

Augen sind wie Sterne

Der Mund wie ein frisches Blütenblatt

Die Haut wie Samt und Seide

Arme warm und sicher wie ein Wolkenbett

Das Herz liebt uneingeschränkt

Klopft

wie ein liebendes Mahnmal

Gibt liebevoll weiter

den Virus Liebe



Einfach machbar...

 

Erloschene Augen

Stille, Traurigkeit...
 

Eine leise Melodie

Der Hauch eines lieben Wortes

Der Wortklang

Der Laut, der Singsang des Satzes

 Eine liebevolle

Interessierte persönliche Ansprache

wecken auf,

 machen neugierig auf das Leben

die anderen

wie der Phönix aus der Asche

 da weiter Freude zu machen

Aufmerksamkeit zu schenken

Leben zum Blühen zu bringen

Auch altes Leben kann blühen

Durch Liebe, Zuspruch

Aufmerksamkeit


 
Frei machen

 

Hältst du an einer bösen Vergangenheit fest

am "Gestern"

auch nur mit einer Hand

bist du schon blockiert für das

"Heute"

hast du keine zwei Hände frei für die Zukunft

eine schöne Zukunft

das "Morgen"


 
Ohne dich...


Mich friert ohne dich

fühle mich allein

einsam

antriebslos

halbiert

 

Meine Welt scheint leer

ohne Sonne

Wärme

Vertrauen

Leben

 

Ohne dich ist alles nichts

ohne dich bin ich nicht

wir sind nur gemeinsam

 Eins

 


Malerische Stunde

 

Leise plätschert das Wasser im malerischen Licht.

Mit kaum hörbarem Glucksen und geheimnisvollem Gemurmel

schlägt es sanft und rhythmisch gegen das Seeufer.

Einer riesigen , bemalten Leinwand gleicht der Himmel

in seinen fantastischen, unvergleichbaren Farben.

 

Am Seesteg sitzt selbstvergessen ein junges Paar

eng umschlungen, die Köpfe aneinander geschmiegt,

sodass die Silhouette des Lichtspiels

 zwischen ihnen  ein rot goldenes Herz zeigt

doch das wissen sie nicht.

 

Sie tauchen die Zehen ins kühle Wasser

schauen still dem Feuerball der untergehenden Sonne zu,

lauschen dem leisen Lied des Windes und der Wellen,

dem Zirpen der Grillen, sonst rundum Stille,

die Natur geht schlafen.

 

Ihre verträumten Gesichter spiegeln sich im kräuselnden Wasser;

schwappen mit dem neugierigen Vogel auf dem Pfahl nebenan ineinander über

wie zu einem besonderen Aquarell zwischen Wirklichkeit und Illusion;

nur ein einsames Entlein ruft, Schwäne gleiten stolz ins nahe Schilf,

aufkommende Sterne verzaubern mit ihrem Blinken den Nachthimmel

breiten den Friedensmantel über die dunkle Nacht.


 

Weil es dich gibt...

 


scheint die Sonne auch bei Regen

ist es hell auch in finsterster Nacht;
sehe ich Sommer wie Winter leuchtende Blütenfelder
blühen Rosen auch im Schnee ob der Winter hart oder sacht; 

Durch dich ist der Regenbogen wie ein Tor zum Paradies
versteht und spricht mein Herz alle Sprachen;

könnten meine Augen sehen, selbst wenn sie blind wären

würde ich die süßesten Klänge vernehmen auch mit tauben Ohren.


 Mitten im Strudel des chaotischen Lebens
s
cheint die Welt voll von Freuden;

weil es dich gibt kämpfe und überwinde ich mich
lässt auch die Zuversicht mich mal kurz im Stich.

 Weil es dich gibt lebe ich, 
  weil es dich gibt liebe ich.
In tiefstem Dunkel bist du noch ein Licht das mir Wege zeigt,
fühle mich sicher, fürchte mich nicht.

 

 Du beruhigst jeden Sturm, streichelst wie sanfter Sommerwind, 

wir können gemeinsam weinen, kichern oder lachen, ausgelassen wie ein Kind.

Am Gewitterhimmel lesen wir Bilder,
lauschen bei grollendem Donner den Natur-Musikanten;

Freudentränen werden zu glitzernden Diamanten,

in deinen Armen kann ich auftanken.

 

 Nur durch dich sehe, fühle, spüre, atme ich

bekommt die Liebe ein vertrautes Gesicht.

Durch dich sind wir zwei Seelen ein Gedanke

weil es dich gibt, schlagen zwei Herzen mit einem Schlag.

 

Liebe spricht nicht, Liebe ist

weil es dich gibt, fand ich mich -

weil es dich gibt

bin ich 'Ich.'


Unzertrennlich

 

Trauer erfüllte sein Herz

seit seine geliebte Frau ihn verlassen hatte.

Monatelang hatte er an ihrem Krankenhausbett gesessen,

Schmerz in den Augen gelesen, ihre Hand gehalten, Mut gemacht, gebangt -

doch es schlug die Stunde des Abschieds.

 

Nun saß Paul oft auf der kleinen Bank auf dem Friedhof,

pflegte ihr Grab, schmückte es mit Blumen, zündete Kerzen an

sprach mit ihr, hatte am Ende das Gefühl sie habe ihm geantwortet

ging etwas getröstet heim in die leere Wohnung;

Isa fehlte überall.

 

Mit den Gedanken bestieg er sein altes Fahrrad

wollte sich endlich mal wieder den Wind um die Nase wehen lassen.

Sonst hatten sie das immer gemeinsam getan,

 Wehmut beschlich ihn als er die alten Plätze aufsuchte,

 lauschige Plätzchen an denen sie ausgeruht hatten.

 

Auch heute verharrte er an dem Platz,

wartete bis die Sonne untergegangen war

spürte eine unendliche Sehnsucht, als würde sie ihn leise rufen.

Er bestieg den kleinen Hügel, von dem aus die Aussicht so unbeschreiblich schön war,

 fühlte sich ihr ganz nah.

 

Er breitete die Arme weit aus als könne er sie so umarmen

spürte eine deutliche Verbindung zwischen hier und dort.

Ein Lächeln huschte über sein Gesicht als die Sonne verglühte.

Kühler Wind strich über sein Gesicht

über das unaufhaltsam die Tränen rannen.

 

Am nächsten Morgen fand man das Rad

zwei Herzen in die Rinde des Baumes geritzt schon vor langer Zeit,

 erkennbar ihre Buchstaben I und P, frisch das Bild zweier Engelsflügel.

Stille – nur der Wind summte ein leises Lied

 als die frühe Sonne schläfrig durch die Wolken brach...


Bewahrt eure spiegelbildlichen Herzen

Eure Verliebtheit ist noch so jung

frisch und unverfälscht

unbelastet, voller Träume und Pläne.

Ihr steht wie verzaubert, staunend,

zeitlos in der entfliehenden Zeit und dem Gewirr des Alltags

zwei laut pochende aufgeregte Herzen.

 

Von den Flügeln des Amor getragen

schwebt ihr über alles hinweg

räumt schwerelos alle Hindernisse beiseite

kennt kein Hoffen, Bangen, Traurigkeit,

schmerzliches Sehnen

seid blind für alles Negative rundum,

blickt nur in das Spiegelbild eurer Herzen.

 

Ihr umarmt euch zärtlich und liebevoll

mit wachsender Liebe

voll Vertrauen, ohne jeden Zweifel

fest glaubend an das ewige Band,

zuversichtlich lächelnd

eine noch verletzliche, zarte,

 doch schon erkennbar unverbrüchliche Einheit.

 

Sie ist durchzogen

 vom festen Entschluss und Wissen der Herzen

 dass nur so die feste Burg des Lebens

 und die gemeinsame Liebe haltbar genug werden kann;

unangreifbar gegen alle Stürme des Lebens,

 Widrigkeiten und Prüfungen des Alltags

über Zeiträume die niemand vorher ahnt.

 

Bewahrt eure spiegelbildlichen Herzen

aus denen die Liebe euch anblickt

ohne Arglist ohne Falsch,

mit goldenem Band innigster Zuneigung.

Ein starkes Doppelbild

wie ein Brunnen

 aus dem man unendlich schöpfen kann. 

 
  
 
Alt vertraut


Ein Blick vom Schloss
in dem einst Königin Luise residierte
erfreut die Augen mit Farbtupfern aus der Müga
direkt an unserem Fluss,
der sanft weiterzieht wie die Wolken.

Erholsame Anlagen rechts und links davon
führen uns über grüne Auen, sanfte Täler und Höhen.
Die weiße Flotte ist gerüstet, lädt ein,
auf dem silbernen Band Richtung Mintard, Kettwig
dahin zu gleiten,
Augen und Sinne zu verwöhnen;
stolze Schwäne bilden Spalier.

Vertrautes lässt Herzen höher schlagen,
neu wahrnehmen, Veränderungen betrachten.
Vogelschutz in den urwüchsigen Anlagen,
alte Bäume, die sich schützend über das Flussbett neigen,
Spuren von Pferdehufen in erholsamer Ruhe, Natur pur.
Ideal um frisch auf zu tanken,
sich zu finden, zu erinnern: weißt du noch...

Vogelgezwitscher, Blütenpracht
wie ein Frühlingsgruß
komm lieber Mai...
Heimat, alt vertraut...



Bedeutsame Tore

 

Manch einer ist tot

der lebt und atmet

und mitten unter uns weilt

verloren ist, sich verloren hat.

 

Manch Vorausgegangener jedoch

lebt weiter, bleibt lebendig

durch alle Liebe die er reich verteilt hat;

seine Seele lebt, er bleibt unvergessen.

 

So ist Leben nicht immer Leben

Tod nicht immer Tod.

Es sind nur unterschiedliche Tore

die man durchschreitet.

 

 
Ausbrechen

 

 Frei möchte ich sein mal wie der Wind

Blätter am Baum streifen

mal ganz sacht mal geschwind;

mich niederlegen wo es mir gefällt

weitertragen lassen

dort hin wo das Glück beginnt.

 

Möchte seinen Melodien folgen

Schabernack treiben mit fliehenden Wolken

niedersausen, aufsteigen, tanzen mit Sturm und Wind

mich austoben auf Gräsern und Wäldern

voller Übermut einfach so, wie ein Kind.

 

Kapriolen schlagen, selbst Träume beflügeln

Wasser peitschen, Sandhügel gerade bügeln.

Abenteuer finden an Zufallszielen,

 manchmal sanft, manchmal wild, oft gar etwas ungeheuer

Mauern durchbrechen, Verbogenes gerade biegen.

 

Freiheit atmen, Freiheit fühlen

nirgendwo mal Grenzen spüren,

zur Einheit werden mit der gesamten Natur,

egal ob es wahr, ein Traum eine Vision auch nur.

Bleiben oder fliegen in die Unendlichkeit

einmal berühren das Sternenkleid.

 

 
Schlaflos

 

Ereignisreich war der Tag,

gedankenlos schaue ich hinauf zum Himmel

der funkelt und blinkt,

als lache er mir zu  in schlafloser Nacht.

Sterne tanzen in großer Zahl,

ich zähle flimmernde Pünktchen schmunzelnd

die ein neckisches Spiel zu treiben scheinen.

Eine spezielle Stimmung die ich erlebe, aufnehmen kann. 

Mir scheint, als blicke ich in unzählig blitzende, glückliche Augensterne

leuchtende Punkte die aus vielen Gesichtern strahlen,

nachvollziehbar magische Spiegel, Verführer.

 

Mit offenen Augen beginne ich zu träumen,

dein Gesicht schiebt sich zu der nächtlichen Szenerie.

Sehe nun dort nur dich,

ertrinke bei jedem Blick in deiner Augenfarbe

die mich wie ein ständig blinkendes Leuchtfeuer in der Weite des Ozean anzieht.

Nie mehr sah ich solche Farbe

ertrinke freiwillig stets in diesem Meer;

Farbenfeuerwerke gaukelt mir das liebende Herz

als hätte die Sonne mit dem Mond getanzt

vermische sich Tag und Traum im aufgehenden Sternenglanz.

 

Im Verglühen wurde die Erde von der Sonne geküsst,

ich sah wie der Mond erwachte, sie sanft begrüßt;

träume seither vom sanften Glanz ihrer ausbreitenden Schleier

als einem speziellen Gruß.

Diese besondere Stimmung verzaubert die Liebe im Innern

mir ist, als flackern Kerzenlichter im Takt zweier Herzen,

mal aufgebracht, mal mild, doch immer gemeinsam.

Ein Traum, und auch ein wahres Bild

dass ich nun mit in meine glückliche Nacht nehme



 
Klarheit-Unklarheit

Schätzungen-Einschätzungen

 

Andere Menschen schätzen uns oft ganz anders ein,

sehen uns anders als wir selbst.

Fragt man sich nicht irgendwann mal in stillen Stunden:

'Wer war ich gestern, ist mir das klar,

kenne ich mich so genau wie ich meine, weiß ich das wirklich?'

Es geht alles so schnell,

Morgen ist heute schon gestern...

Wer bin ich heute,

bin ich mir meines wahren Ich's wahrhaft bewusst

was hat sich seither verändert;

wenn ja, wie und durch was habe ich mich verändert,

positiv-negativ?

 

Ahne ich wer, wie,
was
und wo ich morgen sein werde,

was mich erwartet ?

Was nehme ich von gestern morgen mit?

Oft plant man weit im Voraus.

Sollte ich nicht erst einmal fragen: werde ich morgen noch sein?

Wenn nicht, stelle ich mir heute die Frage,

 wo werde ich dann sein, wie wird es dort sein,

gibt es den Ort wirklich,

trifft man auf eine gewisse Weise jemanden wieder

den man kannte - hier im Leben?

 

Ist er dort oben

wohin sich unsere Blicke automatisch wenden
wenn wir davon reden,
 jemand wieder gegangen ist,

diese endgültige Schwelle überschritten hat?

Gibt es das alles,

ist das alles überhaupt so wie wir es uns manchmal denken,
ausmalen
in einer Wunschvorstellung?

Bringen mir diese Fragen Klarheit?

Sicher nicht! Offene Fragen!

Der Weg führt immer weiter ins Ungewisse,

 weiter gehen wir den Weg, intuitiv mit allem was er bringt;

lernen daraus, verstehen damit umzugehen,

begreifen erst im Rückblick.

 

Lernen hinzu über uns selbst,

alle Lebensstationen, Wegbegleiter, erfassen den tieferen Sinn.

Plötzlich wird ein Kreis deutlich sichtbar

der sich schließt, irgendwann

zu einem uns unbekannten Zeitpunkt,

glücklicherweise.

Nicht umsonst heißt es,

dass der Weg das Ziel sei...



In der Menge

 

Ein Mensch steht

 im Gewühle, der Geschäftigkeit des Tages

stumm, ausdruckslos,

fast desinteressiert so scheint es.

Er wird geschubst, angerempelt, erntet Kopfschütteln,

 nimmt das reaktionslos, emotionslos, bewegungslos hin,

steht mit aufmerksamem Blick im Zentrum der allgemeinen Hektik

um ihn herum.

 

Keine sichtbare Regung,

keine Mimik die Gedanken, Gefühle verrät,

verloren scheint er.

Oder sind eher alle anderen verloren,

die hetzen, eilen, rennen, nach allem möglichen jagen,

doch unzufrieden sind

weil die Jagdbeute nur banale Fragwürdigkeiten erfüllt,

kurz beglückt, doch schnell vergeht?

 

Ist er ein Mensch

mit innerem Reichtum

der sich genügt, seinen Geist füttert, die Seele öffnet

alles aufnimmt, aus sich schöpft, in sich ruhen kann, zufrieden ist

sich selbst gefunden hat?

Seine Augen tragen ihm alles ins Innere

seine Sinne nehmen intensiv wahr,

arbeiten damit, heben es auf

in Falten vieler kleiner innerer Fächer

wohlsortiert.

 

Er hat die Fähigkeit

zu bestimmten Zeitpunkten in feinen Dosen abzurufen

 was wichtig ist für ihn,

seinen Geist, seine Seele, zum Wohlfühlen.

Er ist wacher als alle um ihn herum

die oft ziellos rennen, orientierungslos, ruhelos;

erschlagen, enttäuscht und unerfüllt bleiben im Innern mit vielen offenen Fragen:

warum, nach was suche ich, wofür das alles, wozu tu ich das

täglich neu,

doch nicht fähig sind sich selbst

 

und glückliche Zufriedenheit zu finden.



Flucht


 Oft möchte ich vor mir selbst flüchten

raus aus meiner Haut;

 sie einfach abstreifen wie eine Schlange

die ihre alte Haut verlässt ein neues Leben beginnt;

oder der Schmetterling,

der als vordem ungeliebte Raupe den Kokon verlässt

und sich als neues Wesen zu erheben.

 

 Würde es mir gelingen

mit dem Abstreifen der alten Haut neu zu leben

alles hinter mir zu lassen das mich belastet, bedrückt, nicht gefällt.

würde ich nach einer Weile alles vermissen,

mich zurücksehen nach der alten Haut

in der ich mich wohl oder unwohl fühle

aber vertraut, und ein Teil von mir ist.



 Eigenes Paradies

 

Wenn Phantasien

durch das Unterbewusstsein schweben,

Traumgedanken unmerklich fein

 wie von Flügeln in unser Inneres wehen

sich ausbreiten, zart, kaum spürbar

wie ein leiser Atemhauch das Gesicht streifen,

schließlich die Haut zu glühen scheint

unter der Intensität des kaum Spürbaren

erwacht der Wunsch, dass dies nie enden möge.

Es erscheint so wahr als sei es kein Traum,

laut und deutlich klopft das Herz.

Ist es Sinnlichkeit, die so intensiv erleben lässt

um gedanklich abzuheben,

sehnsuchtsvoll auf weichen Phantasiewolken dahin zu schweben?

Bewegende Träume des Herzens, Erwartungen,

verschlossene Gefühle und Geheimnisse

senden wir schließlich in Wolken und Wunschwelten.

So schafft man sich geheime Zufluchtsorte,

unentdeckte, versteckte Inseln

eigene, kleine geschützte Paradiese.

 WO ist das WO?

Was wäre ein Strand ohne Meer

ein Himmel ohne Sterne, das Leben ohne Lachen?

Wo ist das Lachen seit du gegangen bist

kein Augen - Blick mehr der mein Herz betört,

alle Hilfeschreie (rufe) verhallen ungehört.

Rufe nur mehr still, im Innern nach dir, ganz leise

die Gedanken ziehen weiter Kreise

tragen mich zu mir

auch wenn du gegangen bist

suche dich überall, wirst schmerzlich vermisst.

 

Wo bist du, wo ist mein Glück

nur Gedanken, Erinnerungen führen mich zu dir zurück.

Seit du gegangen können meine Augen nicht sehen

als würden die Uhren und die Welt sich nicht mehr drehen.

Doch mein Herz schlägt weiter, bleibt nicht stehen

wird dich weiter mit Augen der Liebe sehen.

 

Der Wind trug dich fort

gingst mit dem Sturm auf die Reise,

es rauscht in mir wie Brandung und Gischt,

übertönt meine Rufe, sie erreichen dich nicht.

Trägt dich immer weiter fort, wo ist das Wo, dieser unbekannte Ort?

Meine Rufe verhallen leise, bin in Dunkelheit gefangen,

sehe kein Licht mehr

 seit du bist von mir gegangen.



Abschluß - Neubeginn

Es ist genug!


Rede mir keiner mehr ständig von all dem

vom Wollen, Müssen, Verpflichtungen

Ein Trommelfeuer für Kopf und Seele

unter dem das Innere qualvoll erstickt.

 

Niemand außer mir versteht oder weiß,

denn all diese Wege ging ich allein

ertrug, war ausgeliefert, hilflos gefangen,

bereit für jeden Kampf

Sieg mein Ziel, Leben - egal wie es aussehen würde.

 

Das Drin zählte, das Draußen wurde fremd

hier drinnen tobte der bittere Kampf,

abgeschottet vom Leben das es nicht mehr gab,

so nicht mehr möglich war.

 

Musik der stille Tröster

Verbündeter, Quelle für Ruhe, Kraft.

Heilsame Seelenquelle die engste Familie

ihre offene, schonungslose Ehrlichkeit, ihr Dasein.

 

Ich schaffte es, irgendwie...

fand mich, die Kraft alle Konsequenzen zu akzeptieren,

damit umzugehen, zu leben,

 gestützt von euch, gehalten, bestätigt, angenommen.

 

  Das da draußen finde ich wieder

wenn die Zeit gekommen ist, irgendwann, oder nie.

Neue Fenster öffneten sich,

Tore wurden durchschritten.

 

Ihr fandet mich auf der Suche;

wagte Neues durch euch, ergriff dankbar gereichte Hände,

ging mit euch gemeinsam neue Wege. 

Neues wurde gebaut, aufeinander vertraut.

Wir sprechen die gleiche Sprache.


 

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